Geschichte

Am 6. Juli fand die feierliche Einweihung des Schutz- und Gasthauses auf dem Großen Hörselberg statt. Erster Pächter war der Gastwirt Ernst Meier aus Hastrungsfeld.

Von Beginn an war das Gasthaus ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel. Im Jahr 1955 wurde ein Windrad errichtet, um Strom für das Gasthaus zu erzeugen. Eine Stromleitung zum Hörselberg gibt es erst seit dem Jahr 1975.

In den 90er Jahren wurde das Haus umfassend saniert und in seiner alten Pracht hergerichtet.

Die historischen Fotografien und Postkarten in unserer Gaststube zeugen davon und dokumentieren die über 120jährige Geschichte des Berggasthauses. Schauen Sie sich in unseren Räumen um und genießen Sie den Panoramablick auf dem Bergplateau. Entdecken Sie in der Ferne die Wartburg, das Burschenschaftsdenkmal und den Inselsberg.

Welche Erinnerungen haben Sie an das Hörselberghaus? Mailen Sie uns!

"Hoch und schroff aus dem freundlichen Hörselthal aufsteigend, kahl und unbebaut, als ruhe ein Fluch darauf, erhebt sich zwischen Eisenach und Gotha der Hörseelberg, von weitem anzusehen wie ein steinerner Sarg. In diesem Sarg ruht in zauberhaftem Schlummer begraben bis zum jüngsten Tag eine märchenhafte Wunderwelt. Mehr Sagen hat dieser Berg, als manches Land und viel ist von und über ihn in alten Bücherbn zu lesen." (Ludwig Bechstein, 1838: Sagenkreis des Hörselberges)

So kahl und unheimlich ist der Große Hörselberg heute nicht mehr - steht doch seit 1890 das Gasthaus dort. Tatsächlich war es hier lange Zeit gar nicht so ruhig, bis Anfang 2010 führte direkt durch die Hörselberge ein Abschnitt der A 4. Der Abschnitt ist mittlerweile stillgelegt und durch einen Streckenneubau nördlich des Höhenzuges ersetzt worden, so daß man die einmalige Naturlandschaft der Hörselberge wieder ungestört genießen kann.

Beim Großen (484 m ü.NN) und Kleinen Hörselberg (426 m ü.NN) handelt es sich um einen Gebirgszug aus Muschelkalk und Buntsandstein. Auf den sonnenverwöhnten Südhängen gedeiht eine einzigartige Flora. So kann der aufmerksame Wanderer nicht nur in der sogenannten "Apotheke" am Fuße des Berges zahlreiche Orchideenarten entdecken.

Über Deutschlands Landesgrenzen hinweg ist der Hörselberg aber wegen der vielen Sagen bekannt, die sich um ihn ranken. So soll auf dem Berge nicht nur Frau Holle wohnen, sondern auch ein wütendens Heer, in manchen Sagen auch der Teufel selbst.

Aber auch Wunder sollen dort geschehen sein. Einem durstigen Hirten und seiner Herde soll Gott dort eine Quelle geschenkt haben, wovon heute noch das Jesusbrünnlein zeugt.

Die wohl bekannteste Sage ist jedoch die vom Ritter Tannhäuser und der Venus, die schon Richard Wagner zu seiner berühmten Oper inspiriert hat. Venus- und Tannhäuserhöhle als Orte dieser Sage sind am Kammweg des Großen Hörselberges zu finden.

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